Piratenpartei Südbrandenburg gegen Stilllegungen von Bahnhaltestellen

Die PIRATEN Südbrandenburg wenden sich entschieden gegen aktuelle Überlegungen der Landesregierung, nach denen die Existenzberechtigung zahlreicher Bahnhöfe wegen angeblich zu geringer Auslastung infrage gestellt wird. Bedroht sind im Landkreis Spree-Neiße die acht Bahnhaltestellen Klinge, Jänschwalde Ost, Teichland, Kolkwitz, Kolkwitz Süd, Kunersdorf, Bagenz und Leuthen sowie im Landkreis Oberspreewald-Lausitz die Haltepunkte in Bahnsdorf und Luckaitztal. Die Piratenpartei Südbrandenburg vertritt die Ansicht, dass die Aufrechterhaltung und Schaffung einer nachhaltigen Verkehrsinfrastruktur zur Erhaltung und Sicherung der Lebensqualität in der Stadt und auf dem Land das oberste Ziel der Verkehrspolitik der brandenburgischen Landesregierung sein muss.

»Das Vorhaben erweckt den Eindruck, dass zur Finanzierung der Eröffnungspleite des Hauptstadtflughafens BER die Infrastruktur ausgerechnet der Bahn herhalten soll. Im Gegenteil muss die Landesregierung in Zusammenarbeit mit den Gemeinden und der Deutschen Bahn die Attraktivität der Bahnhöfe so steigern, dass sie von Pendlern und Touristen, auch mit Fahrrädern, gerne genutzt werden« erklärt Thomas Langen, Mitglied im Vorstand der Piratenpartei Südbrandenburg. »Nach jahrzehntelangen Versäumnissen den Zugang zur Bahn in einigen Orten komplett zu unterbinden, ist extrem kurzsichtig. Damit wird nach der Stilllegung von Strecken die Zerstörung einer nachhaltigen Verkehrsinfrastruktur fortgesetzt, auf die das Land mit dem absehbaren Ende des billigen Öls noch wesentlich dringender als jetzt angewiesen sein wird.«


Kommentare

4 Kommentare zu Piratenpartei Südbrandenburg gegen Stilllegungen von Bahnhaltestellen

  1. Ihr Anliegen – gegen Stilllegung von DB Haltepunkten bei < 50 Bahnkunden – teile ich voll !
    Unsere DB hat die Versorgungspflicht, auch bei geringer Nachfrage je Haltepunkt, zu gewährleisten.
    Diese Pflicht ist nicht abwählbar, auch wenn ein Bahnhalt ca. 160€ kosten sollte und Sanierungs- und Unterhaltskosten für die HP anfallen.

  2. osl schrieb am

    ich kann nur ehrlich sagen als langjähriger bahnkunde und jede woche mehrmals fahrende fahrgast der rb14 senftenber – berlin schönefeld flughafen – das der oben genannte haltepunkt „Luckaitztal“ im osl kreis, der einzige haltepunkt ist in der liste – der meiner meinung nach – wirklich nicht mehr angefahren werden sollte.
    Es ist wirklich sooooooooooo selten das dort mal jemand aussteigt oder einsteigt – vorallen – man in richtung senftenberg dann weiter fährt – hält man gleich wieder an – am bahnhof altdöbern – der wirklich gut besucht ist aber halt wirklich gleich daneben ist – nicht mal 5 fahrzeit liegt zwischen diesen zwei stationen – dazu kommt das amt altdöbern ist für luckaitztal mit verantwotlich.
    Also mir wäre es wirklich lieber wenn luckaitztal zu gemacht wird – da kommen wirklich nicht mal 10 personen am zusammen – ohne mist! – das ist absolute verschwendung dort zu halten – vor allen jede stunde!!! bei gerade ma paar 200 leuten vor ort.

    • 1967Torsten-at-gmx.net schrieb am

      Stöbere hier grad, im Grunde auf der Suche nach Senftenberger Piraten, deshalb schick mir gern mal ne email, …
      zum Thema: –
      finde ich es überdenkenswert, warum man denn nicht „Bedarfshaltestellen“ einrichtet, an denen ähnlich wie bei Bussen nur gehalten wird, wenn wer „anklingelt“.
      Fahre äußerst selten Bahn, verfolge aber den Rückbau der Bahn hier mit großen Augen und habe seinerzeit mit großer Verwunderung hier erlebt, wie mit dem Abriß der Hörlitzer Bahnstrecke vom Senftenberger Bahnhof aus und anschließender Eigenheimbebauung das Anbindens des Lausitzringes an das Bahnnetz ziemlich verunmöglicht wurde, obwohl es ihn ja schon gab. Meiner Meinung nach auch seeeehr fragwürdige Entscheidung der Bahn damals…

    • Wenn Sie in diesem kleinen Nest wohnten, wären Sie anderer Meinung. Aussterben ganzer Ortschaften, vor allem in Nordbrandenburg, hat auch etwas mit dem Stilllegen von Bahnstrecken und dem Wegfallen von Bahnstationen zu tun. Sündhaft ist vor allem das lange Warten der Bahn, ehe die Bahnhofsgebäude4 (nun als Ruinen) veräußert werden. Die jetzigen Bahnchefs und ihr unmittelbarer Vorgänger ( das Mehlw..) arbeiten der Auto-Industrie in die Hand. Lobbyisten für Lobbyisten. Man will Ballungsräume schaffen, die dann leichter kontrolliert werden können, z.B. mit der Rund-um-die-Uhr-Überwachung. Orwell lässt grüßen. Dafür engagieren sich auch schon seit Jahrzehnten die deutschen Medien, denen jede Schläögerei willkommen ist, um eine bessere Überwachung zu fordern. Infra-Struktur wird in Brandenburg bewusst zerstört.

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