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Die afrikanische Schweinepest in der Lausitz

Die afrikanische Schweinepest wurde am 09. September 2020 an einem verendeten Wildschwein in der Gemeinde Schenkendöbern, festgestellt. Sicherlich wird die Landwirtschaftsministerin der CDU, Julia Klöckner, zum letzten Abendläuten einladen. Der gewollte, freie Abschuß der gehaßten wilden Schweine wird beginnen. Es gibt für viele Menschen nichts Schlimmeres, als den Kontrollverlust und da sind Wildtiere genau richtig, diese Schwäche zu kompensieren.

 In einer Kernzone von drei Kilometern rund um den Fundort wird seit Freitag ein mobiler Elektrozaun mit einer Länge von zwölf Kilometern errichtet. Keiner kommt rein und keiner kommt raus. Die Mais und Kornfelder dürfen nicht geschnitten werden und freilaufende Hauschweine müßen im Stall bleiben. Nur, war ist ,wenn das Virus in den umliegenden Mastbetriebe nachgewiesen wird?

In den anliegenden Nachbarländern mußten  Mastbetriebe,eben wegen der afrikanischen Schweinepest,ihren gesamten Schweinebestand keulen.

Der Begriff „Keulung“ sagt nichts darüber aus, wie die vorsorgliche Tötung der Tiere vor sich geht. In Südkorea und China wurde Millionen von Hausschweinen wegen der afrikanischen Schweinepest bei lebendigem Leibe, in ausgehobenen Gruben, begraben. Auch die Gaskammermethode ist ein Mittel der Wahl, um Nutztiere schnell zu ermorden.

Wildschwein kommt von Pixabay

Die Würde des Lebens ist unantastbar?

Deutschland ist weltweit einer der größten Exporteure von Schweinefleisch. Zu den wichtigsten Abnehmern gehört China.

China und Südkorea veranlassten einen sofortigen Importverbot für jegliches Schweinefleisch aus Deutschland .Die Wildsau, die bei Schenkendöbern mit der Schweinepest infiziert war, machts möglich. Und jetzt wäre die Zeit zum gesunden Umdenken und konsumieren ideal. Wollen wir uns weiterhin unseren Organismus mit tierischen  Nahrungsmitteln vergiften, ganz abgesehen von der unsäglichen Tierqual die unseren domestizierten Tieren widerfährt.

Hepatitis E in Leberprodukten von Hausschweinen

Bis zu 15% der schweinischen Leberprodukte sind mit dem Hepatitis E Erreger infiziert. Wieder ein Virus, der sich immer weiter breit macht. Bei der Schweinehaltung in den großen Mastbetrieben auch kein Wunder. Die Tiere werden mit Antibiotika und Steroiden aufgepumpt. Unbeweglich, in kleinste Parzellen eingepfercht, werden die Schweine mit diesen speziellen Futtermittel gemästet.

Die weiblichen Tiere gebären unter diesen Umständen ihre Ferkelchen, unbeweglich in ihrem Kleinstkoben,werden diese gesäugt. Die Muttersau hat nie die Sonne gesehen und auch kennt sie frisches Gras und den Sommerwind ,der ihr um den Rüssel hätte wehen können. Das passiert mit den Sauen. Bis sie geschlachtet werden. Die kleinen Eber werden kurz nach der Geburt bei vollem Bewußtsein kastriert. Als Schwein des neuen Jahrtausends möchte man eigentlich erst gar nicht geboren werden.

In Kolkwitz gibt es eine große Mastanlage. Dort leben 40000 dieser gequälten Schweine. Es gibt Mauern ohne Fenster. Kein natürliches Licht dringt in die Anlage. Und die Leute essen dann dieses Fleisch. Gegrillt, paniert, als Leberkässemmel, in Eintöpfen, Büchsen, Süß-Sauer u.s.w.

Ist eine Nachkriegstragik. Wer etwas von sich hält und vor allem von seinen Nachbarn, hat mindestens dreimal die Woche Fleisch auf dem Mittagstisch. Das hat sich eingeprägt, in die deutschen Köpfe. Und nicht zu vergessen,  die Süchtigmacher der Fleischindustrie, die im Endprodukt enthalten sind. Wer vegetarisch umsattelt, bekommt das körperlich und mental zu spüren. Der Fleischentzug ist zu Beginn nicht einfach. Doch die inzwischen sehr guten Alternativen , die es für Vegetarier gibt, erleichtern diese Umstellung. Ich weiß, von was ich schreibe, lebe ich seit langem schon vegetarisch. Und für das Klima und Umwelt ist die nötige Abspeckung in der inzwischen unverantwortlichen Fleischindustrie ein Muß. Die letzten großen Skandale um Fleischbetriebe und die „Haltung“ der Mitarbeiter sprechen Bände. Und wenn jetzt die Importzahlen für deutsches Schweinefleisch eh ins bodenlose abstürzen, kann Deutschland die Gunst der Stunde nutzen und auf vegetarische Produkte umsatteln. z.B. Wo ein Wille ist, ist auch ein Weg.

Eine liebe Bekannte von der Tierschutzpartei hat elf Hausschweinchen, die sie freilaufend in ihrem großen Garten in Kolkwitz hält. Nicht zum verspeisen gedacht,sondern als tierische Mitbewohner, geht es den bunten Schweinchen sauwohl. Nur wird ihr Leben jetzt der Gefahr laufen, wegen der Schweinepest beendet zu werden. Guben ist nah und auch die Forster Bauern haben einen Elektrozaun an der Grenze zu Polen errichtet.

https://www.stern.de/gesundheit/forscher-weisen-hepatitis-e-viren-in-schweinefleisch-nach-9408328.html

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