Synagoge Cottbus

Schlosskirche in Cottbus (Bild:Gunnar Richter Namenlos.net CC-BY-SA 3.0)

Schlosskirche in Cottbus (Bild:Gunnar Richter Namenlos.net CC-BY-SA 3.0)

Am 27. Januar 2015 wird mitten im Herzen der Stadt Cottbus die erste Synagoge im Land Brandenburg feierlich eingeweiht. Zum Internationalen Tag des Gedenkens an die Opfer des Holocaust wird die jüdische Gemeinde endlich wieder in ein würdiges Gotteshaus einziehen. Brandenburg ist bisher das einzige Bundesland ohne Synagoge. Die alte Synagoge in Cottbus wurde in der Reichsprogromnacht am 09. November 1938 gestürmt und angezündet. Als neue Synagoge wird die Schlosskirche in der Spremberger Straße genutzt. Da diese Kirche keine eigene Gemeinde mehr hatte, wurde das Gebäude bereits von der Evangelische Kirche an den Landesverband der Jüdischen Gemeinden Land Brandenburg übergeben.

„Wir wissen, dass denen, die Gott lieben, alle Dinge zum Besten dienen.“ <Römer 8.28>
Lutz Bommel, erster Vorsitzender des Regionalverbandes, äußert sich dazu: „Die Piraten Südbrandenburgs begrüßen die Einrichtung einer Synagoge mitten im Zentrum der Stadt Cottbus. Auch wenn Religion Privatsache ist, braucht es öffentliche Räume um miteinander in den Dialog zu treten. Die Piratenpartei setzt sich dafür ein, dass sich jeder Mensch unabhängig von seiner Herkunft, Geschlecht, sexuellen Identität, Religion, seinem sozialen Hintergrund und persönlichen Lebenssituation frei entfalten kann.“
Schon 1448 sind in der Stadt Cottbus Juden erwähnt. Die jüdischen Geschäftsleute waren es, die nicht unwesentlich zur Blütezeit der Stadt Cottbus mit ihren Geschäftsbeziehungen über die Niederstraße von Ost und West beitragen konnten. Leider hat es doch immer wieder Übergriffe und Vertreibung der Cottbuser Juden gegeben. Jedoch hatte selbst der Kurfürst Friedrich Wilhelm die Bedeutung der Juden für die Stadt erkannt, und forderte auf der Grundlage eines Ediktes von 1671 die Neuansiedlung von Juden in der Stadt Cottbus. Zeiten eines friedlichen Miteinanders waren also geprägt von Erfolg und kultureller Befruchtung. Möge die 1998 gegründete jüdische Gemeinde nun ihren festen Platz in der Stadt finden, und somit dauerhaft das Leben in der Stadt bereichern. 
Am 15. Februar 2015 ist der 70. Jahrestag der Bombardierung von Cottbus. Wieder werden die Ewiggestrigen durch die Stadt Cottbus marschieren wollen. Wie auch die letzten Jahre ruft der Regionalverband Südbrandenburg dazu auf, das Bündnis „Cottbus nazifrei“ aktiv zu unterstützen.

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