Livestream sorgt für mehr Transparenz in Cottbus

Die Piraten Südbrandenburg begrüßen, dass diese Stadtverordnetenversammlung live übertragen wurde. Schade ist allerdings, dass dazu erst ein einstimmiger Beschluss der Stadtverordneten nötig war. Diese Transparenz sollte zum Normalfall werden. Geschlossene Sitzungen sollten den Zweck haben, in Sonderfällen das Persönlichkeitsrecht derer schützen, über deren Belange entschieden wird. Einzelne Abgeordnete sollten sich der Aufmerksamkeit ihrer Wähler jedoch nicht entziehen.
Matthias Ostrowski, Absolvent der BTU und Vorsitzender im Regionalverband Südbrandenburg dazu:

Der Livestream, der durch die BTU zur Verfügung gestellt wurde, war zwar teilweise stockend, aber das lag sicher am hohen Interesse der Bürger am politischen Geschehen in Cottbus. Ich hoffe, dass hinterher auch eine Aufzeichnung zum download zur Verfügung steht, für alljene, die nicht live dabei sein konnten oder die für einen Live-Videostream immer noch keine ausreichend schnelle Internetverbindung haben.

Das Hauptthema der Versammlung war die Reform der Lausitzer Hochschulen. Frau Prof. Kunst vertrat weiterhin Ihr Modell einer Fusion beider Hochschulen. Matthias Ostrowski:

Alles soll besser werden, aber es ändert sich nichts – solch eine Aussage aus dem Mund der Ministerin kann nicht wirklich glaubhaft klingen. Wenn eine vereinte Hochschule den Rang einer Technischen Universität haben soll, wie Frau Kunst in ihrer Rede versprochen hat, wie soll dann Menschen ohne allgemeine Hochschulreife die Möglichkeit zum Studieren gegeben werden? Im Kurzbericht der Lausitzkommission baut Professor Emmermann weiterhin auf die zwei Säulen Hochschule und Universität. Die Lausitzkommission hat dabei auch die Möglichkeit einer Fusion untersucht, aber für weniger effektiv befunden!

Jetzt wird es Zeit, dass auch die Langfassung des Berichts von der Lausitzkommission endlich veröffentlicht wird, damit die Stärken und Schwächen beider Hochschulen angegangen werden können. Das gesamte Verfahren muss endlich transparenter gestaltet werden, zu Recht sagte der Präsident der BTU Professor Zimmerli: ‚Der Prozess, wie er bisher gelaufen ist, ist ein Musterbeispiel wie man es nicht machen soll.‘


Kommentare

5 Kommentare zu Livestream sorgt für mehr Transparenz in Cottbus

  1. Torsten schrieb am

    Was für ein peinliches Teil:

    – „Schade ist allerdings, dass dazu erst ein einstimmiger Beschluss der Stadtverordneten nötig war.“ Ihr Piraten beschließt doch auch immer die Aufzeichnung vor einem Parteitag oder anderen Sitzungen.
    – „Diese Transparenz sollte zum Normalfall werden. Geschlossene Sitzungen sollten den Zweck haben, in Sonderfällen das Persönlichkeitsrecht derer schützen, über deren Belange entschieden wird. Einzelne Abgeordnete sollten sich der Aufmerksamkeit ihrer Wähler jedoch nicht entziehen.“ Was hat ein Nicht-Streaming solcher Sitzungen mit „geschlossenen Sitzungen“ zu tun? Richtig, nichts!

    Setzen, 6!

    • Christian Schulz schrieb am

      Ja, auch wir beschließen zu Beginn die Zulassung der Aufzeichnung. Für mich gibt es hier jedoch zwei wichtige Unterschiede:

      – Der Beschluss ist der Normalfall, er wird bei jeder Veranstaltung gefällt und nicht nur in wenigen Sonderfällen.
      – Die Entscheidung über Aufzeichnung und Öffentlichkeit ist ein Mehrheitsentscheid, eine Einzelperson kann dies nicht Aufgrund persönlicher Befindlichkeiten verhindern

      Zu deinem zweiten Punkt: Eine geschlossene Sitzung wird selbstverständlich auch nicht gestreamt, für sonstige Sitzungen sollte das Streaming der Normalfall sein. Das hätte sicherlich klarer Formuliert werden können, aber im Allgemeinen traue ich den Lesern zu diesen Zusammenhang zu finden

  2. Pingback: EffJot - Nachlese Demo und Stadtverordnetenversammlung

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