Steinzeitarbeit in Cottbus?

Das der Kommunalkombi weder weitsichtig noch zukunftsfähig ist war vorher schon klar. Er diente nur zur Verschönerung der Statistik der Jobagentur. 1 Euro Stundenlohn bringen niemandem etwas, außer etwas Beschäftigungstherapie und ein „gutes“ Gewissen seitens der Verwaltung. Das die 1 Euro Jobber ihre Arbeit dennoch gut machen, daran mag man nicht zweifeln, aber mit welchen Mittel sie ihre Tätigkeiten verrichten müssen, darüber darf man sich dann doch wundern. Mit Handsäge anstatt Kettensäge werden Bäume gefällt, vielleicht dient es auch nur der touristischen Attraktion um die Lebensgewohnheiten vergangener Zeiten zu demonstrieren. Gedanken und Meinungen dazu sind erwünscht!


Kommentare

5 Kommentare zu Steinzeitarbeit in Cottbus?

  1. Wolfgang Konietzny schrieb am

    Hi, Herr Bensen (oder alias … ?),

    sicher, die Partei ist neu und viele Mitglieder noch jung und in Ausbildung – jedoch kein Grund nicht ernstgenommen zu werden, wenn man denn auch sachlich fundiert und nicht oberflächlich herangeht.

    Hier sehe ich leider eine gewisse Oberflächlichkeit, die sachlich eben den Grundwunsch nicht helfend untersetzt.

    Ein Ein-Euro Stundenlohn hat es meines Wissens nie gegeben, woher also diese Behauptung? In RTL geshen?

    Politik, JobCenter und Träger/Antragsteller sind 3 durchaus verschiedene Dinge mit ebenso unterschiedlichen Interessen.

    Es ist sehr schade, wenn an sich guter Wille durch unzureichendes Herangehen, sich selbst zerstört. Oder mit anderen Worten: Blendendes Licht kann man auf mindestens zwei Wege löschen, per Schalter oder mit einem Stein. Letztere Variante ohne Not benutzt ist jedoch beifallbringend, selbst beim mitgeblendetem Nachbarn.

    Übrigens – sowohl KombinalKombiLohn, als auch MAE gibt es m.E. nicht mehr, sie werden vieleicht durch andersnamige Dinge der Zukunft ersetzt.

    Grüsse
    wkonietzny

  2. Bensen schrieb am

    Hallo,

    danke für ihre Unterstellung, das zeugt leider auch nicht gerade von sachlicher Konsequenz.

    Insofern man den lokalen Medien vertrauen kann (und irgendwem muss man ja vertrauen, oder?) bekommen die Parkpfleger 1 Euro pro Stunde, um „besser“ gestellt zu sein, als reine ALGII Empfänger. Dies wird als Mehraufwandsentschädigung abgetan, kurz: als Lohn.

    Der Blogeintrag zielt auf genau diesen Umstand und wird unterstrichen durch den Artikel der verlinkt ist.

    Wie man das Kind nun nennt, sollte doch egal sein, solange das selbe dahinter steckt, oder? Die Aussage vom Kombilohn stammt vom Träger dieser oben erwähnten Parkprojekte. Wobei Kombilohn hierbei eher ein Hohn als ein Lohn ist..

  3. Wolfgang Konietzny schrieb am

    Sorry, natürlich KommunalKombiLohn 🙂

    Wer frei ist werfe den ersten Stein muss ich mir hier selbst sagen.

  4. Wolfgang Konietzny schrieb am

    Hi Bensen,

    Du sagst es doch, er bekommt ALGII plus einer Aufwandsentschädigung. Letztere ist kein Lohn! Und es ist erst recht nicht egal, was das ist. Nur mal z.B. ist die Aufwandsentschädigung u.a. kein Zufluss im Sinne des ALGII, eben weil sie nicht Lohn ist. Das bedeutet,u.a., dass der Empfänger immer noch den Freibetrag beim Zuverdienen offen hat.

    Seine Entlohnung ist tatsächlich die ALGII Suume von 3 Hundert, noch was.

    Oder mit anderen Worten: knapp 400 plus Aufwand ist immer drin (gewesen muss man nun sagen).

    Einen 1 Euro Job gibt und gab es nie, das ist lediglich Sat und RTL Jargon und Teil einer Entwürdigung/Abwertung, durch prekariatsnähernde Begriffswelt.

    Was ihn vom ALGII Normalempfänger unterscheidet ist, dass er für das ALGII arbeiten darf. Andere müssen sich auf Abruf bereithalten.

    Das klingt alles irrsinnig, ist jedoch grob gesagt der Hintergrund und von den Vertretern des Volkes letztendlich so beschlossen, im Auftrag derer, die sie gewählt haben.

    Kommunalkombilohn ist etwas anderes, hier bekommt der Delinquient ein Brutto von 1000-1200 Euro und dazu einen Arbeitsvetrag über 3 Jahre. Der Einsatz muss gemeinnützig sein und darf keiner regulären Arbeit konkurrieren.

    Der Vorgang selbst mus auch behördlich genehmigt werden.

    Der Vorteil für den Lohnempfänger ist insbesondere, dass er durch diese Arbeit temporär frei werden kann, also, da er ja kein ALGII mehr bekommt, nicht mehr vom Jobcenter abhängig ist.

    Unabhängig davon kann er jedoch z.B. Wohngeld bekommen, eine durchaus geringere Unfreiheit.

    Das Problem ist nur, dass die Tätigkeiten, die ja nicht Kon kurrenz sein sollen, in der Regel deshalb nach den 3 Jahren wieder zu ALG fuehren.

    Kombiloehner sind z.B. die „Begleiter“, welche durch Ihre Jackenaufschrift gezeichnet sind.

  5. Wolfgang Konietzny schrieb am

    Ach, noch ein Nachtrag:

    Der Glaube an die lokalen Medien u.a.

    Ich kenne den Glauben an die unbefleckte Empfängnis – technisch durchaus möglich;
    den Glauben an die selbsterfüllende Prophezeiung – weiss jeder, man denkt es wird schlecht gehen und es kommt garantiert richtig dicke;
    den Glauben an die wundersame Geldvermehrung – kennt auch jeder, nach der richtigen Beratung wird aus einem Haufen grosser Scheine ein Haufen von zahlenmässig mehr Restkleingeld.

    Nur den Glauben an die richtige Darstellung in Medien – nun Herr, Du hasst ihn mir schon lange genommen.

    Amen dann auch schön

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